Ungeziefer 2017-02-26T18:18:16+00:00

Ungeziefer

 

  • Flöhe

  • Läuse

  • Milben

  • Schaben

  • Zecken

  • Sonstige

 

 

Flöhe und Läuse

(Ctenocephalides canis)

Biologie

Hundeflöhe haben allgemein einen seitlich abgeflachten Körper und zu Sprungbeinen ausgebildete Hinterbeine, die ihnen eine enorme Sprungkraft ermöglichen. Ihre Farbe ist bräunlich bis schwarz. Die erwachsenen Tiere leben als Blutsauger auf Menschen, Säugetieren und Vögeln. Eier werden wahllos in der Umgebung von Wirtstieren abgelegt. Die fadenförmigen, madenähnlichen Larven werden ca. 5 mm lang, leben in Staub und Abfällen und ernähren sich dort von organischem Material.

Die meisten Hundeflöhe sind nicht auf das Blut einer einzigen Wirtsart angewiesen, sondern haben einen Hauptwirt und mehrere Nebenwirte. In das menschliche Umfeld kommen sie in der Regel durch Haustiere. Der Hundefloh hat eine Körperlänge von 1,5-3 mm. Seine Hauptwirte sind Haushund, Fuchs und Wolf; Nebenwirte u.a. Mensch, Hauskatze und Hauskaninchen.

Schaden

Flöhe verursachen schmerzhafte Stiche bei Menschen und Haustieren, die einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Die Stiche liegen häufig in Reihe, da oft erst Probestiche vor dem Vollsaugen durchgeführt werden. Verschiedene Floharten waren für die Pestepidemien in früheren Jahrhunderten verantwortlich, da sie als Überträger des Erregers der Beulenpest von Ratten auf Menschen fungierten. Zudem können Flöhe Überträger von Bandwürmern auf Hunde und Katzen sein, wenn sie von den Haustieren zerbissen und verschluckt werden.

(Ctenocephalides felis)

Biologie

Der Katzenfloh ist mittlerweile der häufigste Flohplagenerreger. Sein Hauptwirt ist die Hauskatze. Nebenwirte sind u.a. Haushund, Mensch und Ratte. Die erwachsenen Tiere werden 1,5-3,2 mm lang. Ins menschliche Umfeld kommen sie zumeist durch Haustiere.

Flöhe haben allgemein einen seitlich abgeflachten Körper und zu Sprungbeinen ausgebildete Hinterbeine, die ihnen eine enorme Sprungkraft ermöglichen. Ihre Farbe ist bräunlich bis schwarz. Die erwachsenen Tiere leben als Blutsauger auf Menschen, Säugetieren und Vögeln. Eier werden wahllos in der Umgebung von Wirtstieren abgelegt. Die fadenförmigen, madenähnlichen Larven werden ca. 5 mm lang, leben in Staub und Abfällen und ernähren sich dort von organischem Material.

Schaden

Wie beim Hundefloh.

(Pulex irritans)

Biologie

Mittlerweile relativ selten vorkommende Flohart, die sich an Menschen auch ohne Anwesenheit eines Hauptwirtes dauerhaft entwickeln kann. Hauptwirte sind in Europa Haushund, Fuchs und Dachs. Als Nebenwirte kommen u.a. Mensch, Hauskatze, Hausschwein und Igel vor. Die Körperlänge des Menschenflohs beträgt 2-4 mm.

Flöhe haben allgemein einen seitlich abgeflachten Körper und zu Sprungbeinen ausgebildete Hinterbeine, die ihnen eine enorme Sprungkraft ermöglichen. Ihre Farbe ist bräunlich bis schwarz. Die erwachsenen Tiere leben als Blutsauger auf Menschen, Säugetieren und Vögeln. Eier werden wahllos in der Umgebung von Wirtstieren abgelegt. Die fadenförmigen, madenähnlichen Larven werden ca. 5 mm lang, leben in Staub und Abfällen und ernähren sich dort von organischem Material.

Schaden

Neben dem Pestfloh (Xenopsylla cheopsis) gilt der Menschenfloh als Hauptüberträger der in früheren Jahrhunderten auftretenden Beulenpestepidemien. Zudem können Flöhe Überträger von Bandwürmern auf Hunde und Katzen sein, wenn sie von den Haustieren zerbissen und verschluckt werden. Flöhe verursachen schmerzhafte Stiche bei Menschen und Haustieren, die einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Die Stiche liegen häufig in Reihe, da oft erst Probestiche vor dem Vollsaugen durchgeführt werden.

(Pediculus capitis)

Biologie

Die Weibchen der Kopfläuse sind bis 3,5 mm groß, die Männchen etwas kleiner. Die flügellosen Insekten haben klammerartige Beine, mit denen sie sich gut längs der Haare fortbewegen können. Ihre Farbe ist rötlich bis dunkelgrau.

Sie sind gut an die Temperatur der Hautoberfläche angepasst (Optimum: 27-30 °C), leben ausschließlich von Blut und müssen mehrmals täglich saugen. Die Weibchen kitten ihre ca. 0,8 mm großen Eier (Nissen) sehr fest am Haaransatz an. Der gesamte Entwicklungszyklus vom Ei bis zum erwachsenen Tier dauert ca. 3 Wochen.

Schaden

Kopflausbefall ist sehr unangenehm. Der Speichel, der beim Stechen und Saugen in die Kopfhaut gelangt, verursacht unangenehmen Juckreiz. Häufig kommt es zu lokalen Hautreaktionen, wie Rötungen oder Quaddelbildungen. Durch Kratzen gelangen oftmals Bakterien in die Wunden, was zu großflächigen Ekzemen führen kann. Die Übertragung von Läusen erfolgt meist in direktem Kontakt von Mensch zu Mensch oder durch die gemeinsame Nutzung von z.B. Hüten, Mützen, Tüchern, Kämmen, Bürsten, Handtüchern, Betten und Kleidungsstücken. Bei Kopflausbefall sollten sofort Gegenmaßnahmen mit geeigneten Produkten durchgeführt werden.

(Lepinotus spec. und andere Arten)

Pharaoameise

Biologie

Staub- und Bücherläuse sind ca. 1-2 mm lange, lebhaft umherlaufende  Insekten, die nichts mit den blutsaugenden Kopfläusen zu tun haben. Sie kommen nur in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Ihre Farbe variiert von blaßgelb bis dunkelfarbig. Sie ernähren sich von kaum sichtbarem Schimmelpilzrasen, der in permanent zu feuchter Umgebung auftritt.

Schaden

In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verursachen Staub- und Bücherläuse beim Abweiden von nicht sichtbarem Schimmelpilzrasen Schabefraß an Papierwaren, wie z.B. Büchern, Akten und Tapeten. Dabei entsteht feiner Papierstaub. Man findet sie auch oft in großer Anzahl an zu feucht gelagerten muffigen Lebensmitteln und Genussmitteln in Vorratsschränken. In frisch tapezierten, ungenügend ausgetrockneten Neubauwohnungen kommt es häufig zu Massenvermehrungen.

 

Milben

(Glycyphagus domesticus)

Biologie

Hausmilben sind sehr kleine, meist unter 0,5 mm lange Tiere, die als Larven 6 und im Erwachsenenstadium 8 Beine besitzen. Sie gehören zu den Spinnentieren. Die Entwicklung der Hausmilbe verläuft normalerweise über Ei, Larve, verschiedene Nymphenstadien zum erwachsenen Tier. Es können oft auch Dauerformen gebildet werden, die ungünstige Lebensbedingungen sehr lange überleben. Sind die Lebensumstände jedoch günstig, kommt es meist zu Massenvermehrungen.

Schaden

Hausmilben kommen vor allem in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Sie führen bei empfindlichen Personen zu Asthma und Hauterkrankungen und sind Verursacher der Hausstaubmilben-Allergie.

(Pyroglyphidae)

Biologie

Wie bei der Hausmilbe.

Schaden

Hausstaubmilben kommen vor allem in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Sie führen bei empfindlichen Personen zu Asthma und Hauterkrankungen und sind Verursacher der Hausstaubmilben-Allergie.

(Neotrombicula autumnalis)

Biologie

Wie bei der Hausmilbe.

Schaden

Herbst- oder Erntemilben treten vor allem an warmen Spätsommertagen im Freiland gehäuft auf. Ihre Larven saugen an Menschen und Tieren Blut und führen zu sehr unangenehmem Juckreiz.

(Sarcoptes scabiei)

Biologie

Wie bei der Hausmilbe.

Schaden

Krätzemilben führen bei Menschen zu einer stark juckenden Hautkrankheit, der Krätze oder Skabies. Die Krätze ist beim zuständigen Gesundheitsamt meldepflichtig und muss vom Arzt behandelt werden.

(Acarus siro)

Biologie

Wie bei der Hausmilbe.

Schaden

Mehlmilben befallen in erster Linie Körner-, Teig- und Backwaren. Befallene Produkte sind mit einer hellen Staubschicht überzogen, verderben und schmecken häufig bitter. Mit Mehlmilben verunreinigte Nahrung kann zu schweren Allergien, Asthmaanfällen und anderen Krankheitserscheinungen führen.

(Dermanyssus gallinae)

Biologie

Wie bei der Hausmilbe.

Schaden

Vogelmilben treten im Umfeld von Geflügel auf, beeinträchtigen durch ihre Blutsaugtätigkeit Mast- und Legeleistung und können als Überträger von Geflügelkrankheiten fungieren. Bei längerem Nahrungsmangel befallen sie auch Säugetiere und den Menschen und hinterlassen dabei heftig juckende Stichstellen.

 

Schaben

(Periplaneta americana)

Biologie

Die Amerikanische Schabe ist die bei uns größte vorkommende Art. Die Körperlänge beträgt 28-40 mm. Sie ist hell- bis mittelrotbraun mit rostgelben Binden auf dem Halsschild. Beide Geschlechter besitzen Flügel und sind zu Segelflug fähig. Die Eipakete mit 15-20 Eiern werden nur wenige Tage herumgetragen, dann an geschützen Stellen festgeklebt und wenn möglich abgedeckt. Nach ca. 1-2 Monaten schlüpfen die Jungtiere. Die Lebensdauer der erwachsenen Tiere ist mit 1-1,5 Jahren relativ lang. Die amerikanische Schabe ist sehr wärmeliebend und stellt hohe Ansprüche an Temperatur und Luftfeuchte. Man findet sie daher bei uns relativ selten; meist in zoologischen Gärten oder Gewächshäusern, wo diese Bedingungen erfüllt werden.

Schaden

Schaben (umgangssprachlich auch Kakerlaken) sind Allesfresser und gehen an jegliches Nahrhafte, was erreichbar ist. Abfälle, Vorräte, Lebensmittel jeder Art aber auch Kot und Materialien wie Leder, Textilien und Papier stehen auf ihrem Speisezettel. Weiche und wasserhaltige Stoffe werden bevorzugt aufgenommen. In Gewächshäusern richtet die Amerikanische Schabe besonders durch Befressen von Jungpflanzen, Blüten und Früchten große Schäden an. Mit dieser wenig wählerischen Ernährungsweise stellen Schaben eine große Gesundheitsgefahr durch Verunreinigungen von Lebensmitteln und das Verschleppen von Krankheitserregern dar. So können sie Überträger von Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose und Wurmerkrankungen sein. Sie sind als echte Gesundheitsschädlinge anzusehen.

(Supella longipalpa)

Biologie

Die Braunband- oder auch Möbelschabe ist ca. 11 mm lang, mittelbraun mit einem runden schwarzen Fleck auf dem Halsschild. Ansonsten ist sie der Deutschen Schabe sehr ähnlich. Die Weibchen haben kurze, die Männchen lange, mit zwei hellen Querstreifen versehene Flügel. Die Eipakete mit ca. 14 Eiern werden sofort nach der Fertigstellung in Ritzen von Möbeln und dgl. abgelegt. Bis zum Schlupf der Larven vergehen je nach Temperatur 7 Wochen bis mehrere Monate. Bei Temperaturen um 28 °C dauert die anschließende Larvalentwicklung ca. 3 Monate. Die Braunbandschabe ist sehr wärmeliebend und wurde in den letzten Jahren vor allem aus dem Mittelmeerraum und den USA zu uns eingeschleppt.

Schaden

Wie bei der Amerikanischen Schabe.

(Blatella germanica)

Biologie

Die Deutsche Schabe oder auch Hausschabe ist die bei uns am häufigsten anzutreffende Art. Sie ist 10-15 mm groß, gelblichbraun mit zwei schwarzen Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter besitzen lange Flügel, sind aber flugunfähig. Das Weibchen legt 20-40 Eier in einem Eipaket ab, welches es bis kurz vor dem Schlupf der Jungtiere herumträgt. Die dunkel gefärbten, anfangs stecknadelkopfgroßen Jungtiere sind den Erwachsenen sehr ähnlich, besitzen jedoch keine Flügel. Ihre Entwicklung bis zum ausgewachsenen Tier dauert ca. 2-3 Monate.

Wie alle Schaben lieben die Tiere dunkle feuchte Verstecke. Sie sind ausgesprochen dämmerungs- und nachtaktiv und werden daher oftmals lange Zeit nicht bemerkt. Man findet sie häufig in Großküchen, Bäckereien, Einkaufszentren, Schlachtereien, Restaurants, Schwimmbädern, Saunen und Krankenhäusern. Die Deutsche Schabe kann relativ lange Hungerzeiten (länger als einen Monat) ertragen.

Schaden

Wie bei der Amerikanischen Schabe.

(Blatta orientalis)

Biologie

Die Orientalische Schabe wird auch als Küchenschabe bezeichnet. Sie wird 20-28 mm groß. Die Männchen sind dunkelkastanienbraun und haben voll entwickelte Flügel, die etwas kürzer als der Hinterleib sind. Die Weibchen sind fast schwarz und besitzen nur kleine Stummelflügel. Sie legen ihre Eipakete mit etwa 16 Eiern schon nach 2-5 Tagen wahllos ab. Daraus schlüpfen nach 2-3 Monaten die Larven, die für ihre Entwicklung zum erwachsenen Tier je nach Temperatur von einem halben bis zu zwei Jahren und länger brauchen.

Schaden

Wie bei der Amerikanischen Schabe.

 

Zecken und sonstige Ungeziefer

(Ixodes ricinus)

Biologie

Der Holzbock (im Volksmund oft auch nur „Zecke“) gehört zu den Schildzecken und lebt vorwiegend an Gräsern und niederem Gesträuch in Mischwäldern und Feuchtgebieten. Für die Entwicklung der Tiere ist die Aufnahme von Blut notwendig. Bei Bedarf klammern sie sich an vorbeistreifenden Wirten wie Wild-, Haustieren und Menschen fest und beginnen nach einiger Zeit mit dem Saugakt. In erster Linie sind die Weibchen Blutsauger. Je nach Entwicklungs- und Sättigungsgrad sind sie 2-14 mm groß, gelblichbraun, rotbraun oder graubraun.

Schaden

Zeckenstiche führen zu Schwellungen und starkem Juckreiz. Bei unsachgemäßem Entfernen können Bestandteile der Mundwerkzeuge in der Haut verbleiben und zu Entzündungen führen. Große Gesundheitsgefahr geht von Zecken als Überträger der Borreliose, einer bakteriellen Infektion und der FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis), einer Virusinfektion aus.

Tipp

Beim Aufenthalt in zeckengefährdeten Gebieten ist es sinnvoll, möglichst viel Körperoberfläche mit Kleidung zu bedecken. Auch sollte man nach einem Spaziergang in der Natur den Körper nach Zecken absuchen und diese schnellstmöglich entfernen. Bei Zeckenstichen ist es wichtig, auf Veränderungen der Haut um die Einstichstelle zu achten und notfalls einen Arzt aufzusuchen. Hält man sich in Gebieten auf, in welchen FSME verbreitet ist, sollte man sich vom Arzt beraten lassen, ob möglicherweise eine vorbeugende Impfung sinnvoll wäre.

(Argas reflexus)

Biologie

Die Taubenzecke ist eine Lederzecke. Sie besitzt einen flachen, eiförmigen, bräunlich-roten Körper und ist als erwachsenes Tier 8-11 mm groß. Die Zecken haben einen langen Entwicklungszyklus, sind zu mehrjährigem Hungern fähig und können bis zu 10 Jahre alt werden. Ihre Hauptwirte sind in erster Linie verwilderte Haustauben. Sie leben häufig in deren Nestern in alten Gebäuden und dringen von dort in Dachwohnungen ein. Hier können sie unter Umständen sehr lästig für Menschen werden.

Schaden

Die Taubenzecke saugt Blut vor allem von Jungtauben, Hühnern und Enten, was diese bei starkem Befall schwächen kann. So ist ihr Auftreten in Taubenschlägen und Hühnerställen unerwünscht. Bei Mangel an geflügelten Wirtstieren wandern die Zecken in anliegende Wohnungen ein und befallen dort Menschen. Die Stiche verursachen heftigen Juckreiz und können zu eitrigen Entzündungen und schlecht heilenden Wunden führen. Bei entsprechend sensibilisierten Personen können mitunter schwerwiegende allergische Reaktionen ausgelöst werden.

Tipp

Dachböden sollten gegen Tauben abgedichtet werden. Ein Befall mit Taubenzecken in Altbauten ist sehr schwer zu bekämpfen und sollte im Regelfall von professionellen Schädlingsbekämpfern durchgeführt werden.

(Cimex lectularius)

Biologie

Bettwanzen sind stark abgeplattete, bis 8 mm lange Insekten mit einer rostbraunen Färbung. Junge Wanzen sind abgesehen von der Größe den erwachsenen Tieren sehr ähnlich. Die Tiere leben tagsüber verborgen z.B. hinter losen Tapeten, Bildern, Fußbodenleisten, in Ritzen von Betten und Möbeln und suchen nachts Menschen und Haustiere auf, um an ihnen zur Nahrungsaufnahme Blut zu saugen. Sie sind allerdings auch in der Lage, bis zu einem halben Jahr zu hungern. Der charakteristische süßliche Wanzengeruch in befallenen Räumen entsteht durch die Absonderung eines Sekrets aus einer so genannten Stinkdrüse.

Schaden

Der Stich von Bettwanzen kann starken Juckreiz und Quaddelbildung, sowie bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Durch verbesserte Reinigungsmethoden und moderne Bauweise sind die Bettwanzen bei uns allerdings nur noch selten anzutreffen.Teilweise besteht die Gefahr, daß Wanzen von Fernreisen mit dem Gepäck eingeschleppt werden. Die Bettwanzenbekämpfung sollte fachkundigen Schädlingsbekämpfern überlassen werden.

(Acheta domesticus)

Biologie

Die Hausgrille, auch als Heimchen bezeichnet, wird ausgewachsen mit Flügeln bis zu 20 mm lang. Sie besitzt lange Fühler und ihre Körperfarbe ist gelblich mit dunkelbraunen Zeichnungen. Die Tiere sind sehr wärmeliebend und kommen daher häufig in Küchen, Heizungskellern, Bäckereien, Brauereien usw. vor. Im Freien findet man sie vor allem auf Mülldeponien. Tagsüber leben die Grillen verborgen und gehen nachts auf Nahrungssuche. Sie sind Allesfresser, bevorzugen aber pflanzliche Nahrung. Bei der schnellen Fortbewegung können auch kurze Sprünge gemacht werden. Charakteristisch ist das von den Männchen zur Anlockung der Weibchen in der Dunkelheit durchgeführte Zirpen.

Schaden

Lebens- bzw. Ernährungsweise der Hausgrillen sind der von Schaben sehr ähnlich. Daher ist auch der von ihnen angerichtete Schaden vergleichbar. So verunreinigen sie Lebensmittel und können Krankheitskeime verschleppen. Das ständige Zirpen der Männchen kann als sehr lästig empfunden werden.

(Porcellio scaber)

Biologie

Kellerasseln sind an das Landleben angepasste Krebstiere. Sie besitzen einen platten Körperbau, sind bis zu 16 mm lang, schiefergrau bis gelbgrau gefärbt und haben sieben Beinpaare. Sie leben von pflanzlicher Nahrung und sind sehr feuchtigkeitsbedürftig, so daß man sie in erster Linie in Kellern zwischen feucht lagerndem Material findet. Asseln zeichnen sich durch eine besondere Form der Brutpflege aus, bei der die Weibchen die befruchteten Eier und auch die Jungtiere in einem Brutraum auf der Bauchseite mit sich herumtragen.

Schaden

Asseln richten in der Regel keinen großen Schaden an. Zum Teil findet man an lagerndem Obst, Gemüse oder Kartoffeln kleine Fraßstellen. In erster Linie wird das Auftreten der Tiere als lästig und ekelerregend empfunden. Im Garten bzw. in Komposthaufen tragen Asseln zur Zersetzung von organischen Materialien bei, können jedoch unter Umständen auch Schäden an Keimlingen und Jungpflanzen hervorrufen.

Tipp

Da Asseln eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, können sie durch Austrocknung der Räume relativ einfach beseitigt werden.

(Larven verschiedener Fliegenarten)

Biologie

Als Maden werden umgangssprachlich die Jugendstadien verschiedener Fliegenarten bezeichnet. Vor allem die Larven von Stuben- und Fleischfliegen treten hier häufig im Umfeld des Menschen in Erscheinung. Die weißen, beinlosen, wurmförmigen Maden schlüpfen aus den Eiern, die von den erwachsenen Fliegen auf das Nährsubstrat abgelegt werden. Man findet sie in Abfällen, Kadavern, Kot, Biotonnen, Mülleimern, Fleisch, Käse, Fisch etc.

Schaden

Direkter Schaden wird durch die Fraßtätigkeit der Maden in Lebensmitteln hervorgerufen, die letztendlich ungenießbar sind. Die Fliegenlarven stellen eine bedeutende hygienische Bedrohung dar. Befallene Güter sind eine Brutstätte und tragen somit zum Nachschub bei Massenvermehrungen der Fliegen bei.

 

Zecken und sonstige Ungeziefer

(Forficula auricularia)

Biologie

Der Gemeine Ohrwurm ist rot- bis kastanienbraun und in seiner langgestreckten Körperform ca. 10-16 mm lang. Charakteristisch sind die am Hinterleibsende befindlichen Zangen, bei den Männchen größer als bei den Weibchen. Die Tiere leben normalerweise im Freiland, dringen aber vor allem bei Massenauftreten häufiger auch in Gebäude ein. Ihre Aktivität konzentriert sich auf die Nachtstunden, tagsüber suchen sie dunkle Stellen als Verstecke auf. Ohrwürmer sind Allesfresser und leben sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung. Sie sind im Freiland sehr nützliche Räuber von Blattläusen und anderen Schädlingen.

Schaden

In Lebensmittelbetrieben kann der Ohrwurm ein hygienisches Problem darstellen, wenn er Verstecke z.B. in Verpackungen aufsucht. Verschiedene Materialien und Pflanzenteile können angefressen werden. Sein Vorkommen im Haus ruft bei vielen Menschen Unbehagen und Angstgefühle hervor.

Tipp

Ohrwürmer können abgefangen werden, indem man ihnen Verstecke (z.B. mit Stroh gefüllte Blumentöpfe) anbietet und sie darin bekämpft. Derartige Methoden sind jedoch auch geeignet, Ohrwürmer in größeren Mengen anzulocken, um sie als Blattlausbekämpfer beispielsweise in Obstkulturen zu nutzen.

(Gastropoda spec. und andere Arten)

Biologie

Schnecken gehören zu den Weichtieren mit kalkhaltiger Rückenschale, die zu verschiedenen Gehäuseformen gestaltet sein kann, bei einzelnen Arten aber auch fehlt (Nacktschnecken). Die Tiere haben einen breiten als Kriechsohle ausgebildeten Fuß und bewegen sich mit diesem auf einer Schleimspur fort. Am Kopf besitzen Schnecken je ein Paar kurze und lange, einziehbare Tentakeln, an deren Spitzen die Augen sitzen.

Die landbewohnenden Schnecken sind zweigeschlechtliche Tiere (Zwitter) und auf feuchte Umgebung angewiesen. Daher sind sie nur bei feuchter Witterung und meist nachts aktiv. Den Tag und längere Trockenzeiten verbringen sie in feuchten Verstecken in der Erde, unter Steinen, in hohem Gras usw.

Schaden

Schnecken ernähren sich von den verschiedensten Pflanzenteilen. Sie haben zum Teil einen sehr hohen Nahrungsbedarf und können im Ackerbau, an Zierpflanzen und im Gemüsegarten durch Pflanzenfraß bedeutende Schäden bis hin zu Kahlfraß verursachen. Besonders in feuchten und warmen Jahren oder auf nassen Standorten können Schneckenplagen entstehen.

(Lepisma saccharina)

Biologie

Silberfischchen sind flache, silbergrau gefärbte, gänzlich flügellose Insekten, die bis ca. 12 mm lang werden können. Sie sind lichtscheu, flink und an Feuchtigkeit gebunden, was ihr Auftreten vor allem in Badezimmern, Küchen, Kellern, Waschküchen usw. erklärt. Charakteristisch sind die langen Fühler und die ca. 3 mm langen Schwanzfäden. Die Tiere können bis zu zwei Jahre alt werden. Bezüglich der Nahrung sind sie wenig wählerisch, bevorzugen kohlehydratreiche Stoffe – besonders Zuckerwaren – leben aber auch von Hautschuppen und Schmutzpartikeln.

Schaden

Silberfischchen sind an sich harmlos. Sie bereiten nur bei Massenauftreten Probleme und können dann an Lebensmitteln, Tapeten, Bucheinbänden, Bildern, Lederwaren oder Textilien durch Schabe- und Lochfraß Schäden verursachen.

(Collembola spec. und andere Arten)

Biologie

Springschwänze gehören zu den Urinsekten. Sie sind gewöhnlich 1-2 mm lang und besitzen häufig eine sogenannte Sprunggabel, die in Ruhestellung nach vorne unter den Bauch geklappt ist. Sie ermöglicht es den Tieren kleine Sprünge zu vollziehen. Die auch als Collembolen oder Erdflöhe bezeichneten Insekten leben im Boden, sind auf einen feuchten Lebensraum angewiesen und ernähren sich im Allgemeinen von zerfallenen tierischen und pflanzlichen Stoffen. Sie sind daher als sehr nützlich zu betrachten, da sie zur Humusbildung beitragen.

Schaden

Bei starkem Befall kann man Springschwänze auf der Oberfläche von Blumenerde herumspringen sehen. Manche Arten können bei Massenvermehrung Schäden an lebendem Pflanzenmaterial verursachen. Im Allgemeinen sind diese aber unbedeutend und eine direkte Bekämpfung der Tiere ist nicht notwendig.

Tipp

Da Collembolen aufgrund ihres dünnhäutigen Körpers stets auf Bereiche mit hoher Feuchtigkeit angewiesen sind, kann man stärkeren Befall beispielsweise auf Blumentöpfen durch mehrmaliges Trockenfallenlassen der Erde schnell eindämmen. Findet man in sonstigen Bereichen der Wohnung Springschwänze, deutet dies auf eine zu hohe Luftfeuchte hin. Auch hier kann Abhilfe durch Trocknungsmaßnahmen geschaffen werden.

(Culex pipiens und Aedes sp.)

Biologie

Stechmücken sind weltweit verbreitet. Die in unseren Breiten vorkommenden Arten haben eine Größe von ca. 5-10 mm bei einer unscheinbaren bräunlich-grauen Färbung. Die Entwicklung der Larven findet im Wasser statt. So sind beispielsweise offene Regentonnen, Dachrinnen, Tümpel, Pfützen, alte Flußläufe oder Überschwemmungsgebiete Brutstätten der Mücken. Die Weibchen benötigen zur Fortpflanzung Blutmahlzeiten, die sie durch Stiche bei Mensch und Tier erreichen.

Schaden

Stechmücken verursachen durch ihre Stiche ein sehr unangenehmes Jucken. Auch kann ihr Flug mit den sehr markanten Fluggeräuschen sehr belästigend wirken. Vor allem in tropischen Ländern werden durch Mückenstiche gefährliche Krankheiten übertragen.

Tipp

Das Vermeiden von offenen Wasserstellen (z.B. offene Regentonnen), die den Stechmücken als Brutplätze dienen, kann den Befall unter Umständen vermindern. Eine biologische Bekämpfung der Larven mit Präparaten auf Bakterienbasis wird heute großflächig und erfolgreich eingesetzt und kann auch im Kleingartenbereich verwendet werden. In den Hauptaktivitätszeiten der Mücken (Abendstunden) sollte man spezielle Hautschutzmittel auftragen, um Stichen vorzubeugen.

(Paravespula germanica und Paravespula vulgaris)

Biologie

Von den verschiedenen Wespenarten werden nur die auffällig gelb-schwarz gefärbte, 13-20 mm lange Deutsche Wespe und die sehr ähnliche Gemeine Wespe lästig. Beide Arten sind vom Laien kaum zu unterscheiden. Sie leben in einjährigen Staaten, d.h. die Arbeiterinnen sterben im Herbst ab und nur die befruchteten jungen Königinnen überleben den Winter und gründen im Folgejahr ein neues Nest. Die Wespennester liegen normalerweise in der Erde, werden aber auch in Rolladenkästen, Dachböden oder ähnlichen Orten kunstvoll aus einer papierartigen Masse errichtet.

Wespen sind in erster Linie Insektenvertilger und daher als nützlich zu betrachten. Da auf ihrem Speisezettel auch Zucker steht, kommt es bei der Suche nach diesem zu Begegnungen mit den Menschen. Normalerweise setzen die Wespen ihren Stachel gegenüber den Menschen nur in Not, Bedrängnis und zur Verteidigung ein.

Schaden

Die Wespen können bei häufigem Auftreten durch Fraß an Obst, Säften, Kuchen, Fleisch u.a. sehr lästig werden. Ihre Stiche sind sehr schmerzhaft und stellen bei Menschen mit Insektenstich-Allergien unter Umständen eine große Gefahr dar.

Tipp

Um einer Belästigung von Wespen vorzubeugen, sollten in erster Linie anlockende Substanzen (Obst, Obstabfälle, Marmelade u.a.) beseitigt bzw. unter Verschluß gehalten werden. Wird ein Wespennest im Umfeld von Wohnungen oder Häusern festgestellt ist es ratsam, einen professionellen Schädlingsbekämpfer mit der Bekämpfung bzw. einer möglichen Umsiedlung zu beauftragen.

 

 

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